Künstler 2014

10. JUNI

Sergei Roldugin

Der bekannte Cellist wurde 1951 auf der russischen Halbinsel Sachalin geboren. Bereits mit fünf Jahren begann er Klavier zu lernen und mit acht Violoncello. Er schloss die Musikschule Riga ab (1970) und später das Leningrader Konservatorium (1975, Klasse von Anatoly Nikitin).

Im Jahr 1984 wurde er Solocellist im Orchester des Mariinsky Theaters Leningrad/St. Petersburg. Er gewann u.a. den dritten Preis des Prager Frühling-Wettbewerbs.

In den Jahren 2003 und 2004 war er Direktor des Staatlichen Rimsky-Korsakov-Konservatoriums und seit 2006 künstlerischer Leiter des St. Petersburger Hauses der Musik, welches auf seine Initiative hinauf gegründet wurde.

Seit 2004 arbeitet er verstärkt auch als Dirigent (zum Beispiel als Gastdirigent am Mariinsky Theater) und tritt gerne in Moskau, St. Petersburg, Novosibirsk, aber auch in Deutschland, Finnland, Japan und heuer eben auch in Österreich auf.


Irina Gulde

Schon als Kind hatte Irina über zehn Jahre lang in dem angesehenen und weltweit gefeierten Kinderchor des Staatlichen Rundfunks und Fernsehen UdSSR unter der Leitung von V. Popov gesungen. Diesem glanzvollen Anfang folgt der Preis des Internationalen Nachwuchsprogramms „New Names“, den Irina mit 19 Jahren als Studentin des Musikkollegs am Moskauer Konservatorium erhielt. Nur wenige Jahre später wird Irina Gulde bei der Moskauer Staatlichen Klassischen Kapelle als Solistin angestellt – inzwischen ist sie Studentin des Moskauer Konservatoriums im 5. Semester (Klasse von des Meritorious Artist of Russia E. Schumilova).

Schon während ihres Studiums am Konservatorium beginnt Irina Gulde die fruchtbringende Zusammenarbeit Irinas mit der Stuttgarter Bach Akademie, insbesondere mit dem Dirigenten Helmuth Rilling. Mit der Truppe des Moskauer Bolschoi Theaters tritt Irina auf den größten Bühnen Russlands und Europas auf.

Bis 2003 hat sie bereits mehrere Hauptrollen in den berühmten Opern (z. B. Amneris in „Aida“, Ljubascha in „Zarenbraut“ oder Polina in der „Pique Dame“) im Repertoire. Neben den Opernaufführungen des Bolschoi Theaters ist Irina zu diesem Zeitpunkt auch in den zahlreichen Konzerten zu hören, die auch von den anderen russischen und europäischen Musikinstitutionen veranstaltet werden. Seit 2007 lebt Irina in Deutschland, ist verheiratet und hat einen Sohn.


Tibor Bogányi

Tibor Bogányi studierte, nachdem er sein Cello-Diplom erworben hatte, an der Sibelius-Akademie bei den Professoren Jorma Panula und Leif Segerstam in der Fachrichtung Dirigent/Musikalische Leitung weiter. Er durfte sich auch zu den Schülern von János Fürst am Pariser Konservatorium zählen, dann vervollständigte er seine Fertigkeiten bei Sir Colin Davis und  Juri Simonov. Im Alter von 28 Jahren wurde er zum leitenden Dirigenten des Philharmonischen Orchesters von Turku bestellt, wo er von 2003 bis 2006 arbeitet. Seit 2008 ist er Musik-Direktor und leitender Dirigent des Orchesters von Lappeenranta, ebenfalls in Finnland. Er hat bereits alle großen finnischen Orchester, zahlreiche führende Orchester der Welt und mehrere sinfonische Ensembles Ungarns dirigiert. Er verfügt über ein außerordentlich breitgefächertes Repertoire von sinfonischer Musik über Chorwerke bis hin zu Oper und Ballett. Nach wie vor vertauscht er manchmal seinen Taktstock mit seinem Cello, wobei in Klagenfurt der einmalige Zufall Regie spielt, dass zwei dirigierende Cellisten am selben Abend zu erleben sind: Boganyi als Dirigent und Roldugin als Solist. Seit Herbst 2011 ist Bogayni Chefdirigent der Pannonischen Philharmonie.


Die Pannonische Philharmonie

Die Pannonischen Philharmoniker sind das Symphonieorchester der Stadt Pécs in Ungarn. Orchesterdirektor ist Zsolt Horváth, Absolvent der Musikhochschule in Wien als Trompeter, der seit zehn Jahren an der Spitze der Pannon Philharmonie steht. Als leitender Dirigent des Orchesters wirkt seit 2011 Tibor Bogányi, der seine Meisterschaft als Cellist an der Sibelius-Akademie und am Pariser Konservatorium erwarb, und sodann seine Dirigenten-Laufbahn dank Sir Colin Davis und Juri Simonov weiter entwickelte. Seit 2008 ist er auch Musikdirektor und leitender Dirigent des Orchesters Lappeenranta /Finnland. Er hat bereits zahlreiche Orchester der Welt und mehrere symphonische Ensembles Ungarns dirigiert.

Die Pannonische Philharmonie wird neben ihren selbständigen Konzerten zu Hause regelmäßig zu den wichtigsten Festivals in Ungarn eingeladen, so unter anderem zum Budapester Frühjahrsfestival. Auf Einladung von Iván Fischer ist es im zehnten Jahr ständiger Partner der Marathon-Serie des Budapester Festivalorchesters, des Weiteren ist sie Mitbegründerin des auf einer weitreichenden internationalen Zusammenarbeit beruhenden Armel-Opern-Wettbewerbs und Festivals. Das Orchester ist regelmäßig im Musikleben der ungarischen Hauptstadt zu hören und veranstaltete ein Jahrzehnt lang eine eigene Abonnementserie mit großem Erfolg im Budapester Palast der Künste. Das Orchester konnte zahlreiche Einladungen aus dem Ausland annehmen, in erster Linie in die bekannten Konzertsäle europäischer Metropolen, wie zum Beispiel Wien, Berlin, Leipzig, Hamburg, Zürich, Graz, Essen und Rouen.


11. JUNI

Nikolaus Rexroth

Dieser 22-jährige Pianist wurde in Frankfurt am Main geboren und lebt seit 1997 mit seiner Familie in Berlin. Im Alter von sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Zwischen 2003 und 2011 besuchte Nikolaus das Carl Philipp Emanuel Bach–Musikgymnasium in Berlin.Zuerst wurde Nikolaus Rexroth von Galina Iwanzowa an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” in Berlin unterrichtet;  seit 2009 studiert er bei Mijoo Lee an der Universität der Künste.

Er gewann sowohl erste Preise bei den Wettbewerben von „Jugend musiziert“ als auch bei „Steinway“ und wurde von 2004 bis 2011 durch die Internationale Musikakademie für musikalisch Hochbegabte e.V. in Berlin gefördert. 2006 hat er im Rahmen der Teilnahme bei „Jugend musiziert“ in der Disziplin Duo-Kammermusik zweifach den ersten Preis gewonnen. Ebenfalls 2006 wurde er mit dem Klassikpreis der Stadt Münster ausgezeichnet.


Furiant Quartett

Das Furiant Quartett wurde im Jahr 2011 von vier Studierenden des Kärntner Landeskonservatoriums Klagenfurt gegründet.  Zuerst unterrichtet von Elisabeth Fister, studieren die vier jungen Musiker nun seit Oktober 2013 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" in Berlin bei Eberhard Feltz.

Sehr bald wurden Konzertveranstalter auf das Furiant Quartett aufmerksam, und schon jetzt können die Vier auf zahlreiche Auftritte, unter anderem Konzerte in Slowenien, Rumänien, Matineen im Klagenfurt (aufgenommen von ORF), im St. Paul Kultursommer (Österreich), Stift Festival (Niederlande), Cividale Music Festival (Italien) und der Internationalen Sommerakademie für Kammermusik im Niedersachsen (Deutschland) hinweisen.

Prominente Professoren der Kammermusik förderten das junge Ensemble, darunter Gerhard Schulz (Alban Berg Quartett), Rainer Schmidt (Hagen Quartett), Luc-Marie Aguerra (Quatuor Ysaye), Michael Vogler, Daniel Rowland und Ian Belton (Brodsky Quartet), Jürgen Kussmaul, Richard Ireland (Chilingarian Quartet), Robin Ireland (Lindsay String Quartet), Eberhard Feltz, Stephan Goerner (Carmina Quartett), Simon Rowland-Jones, David Waterman, Stefan Metz und Bernhard Forck (Akademie für Alte Musik Berlin).

In Mai 2012 erhielt das Furiant Quartett den zweiten Preis beim Internationalen Kammermusik Wettbewerb "Alpe Adria" in Majano (Italien) und wurden in Yehudi Menuhins „Live Music Now“-Society aufgenommen. Im Jahr darauf nahm es am “ChamberStudio at King's Place” in London teil, ebenso wie an den 22. und 23. Internationalen Kammermusik- Masterclasses in der Berliner „Hanns-Eisler“-Musikhochschule.


12. JUNI

Gastón Fournier-Facio

Seit 2007 ist Gaston Fournier-Facio künstlerischer Leiter an der Mailänder Scala. In seiner Heimat Costa Rica studierte er Geschichte, sodann in England Musikwissenschaft. Fournier-Facio kümmerte sich vor seinem Mailänder Posten um die künstlerische Koordination mehrerer bekannter italienischer Institutionen, wie etwa dem Maggio Musicale Fiorentino oder der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Daneben war er Herausgeber und Autor von mehreren Fachbüchern über Werke von Richard Wagner, Hans Werner Henze und vor allem Gustav Mahler. 2005 wurde ihm für seine Verdienste um die österreichische Musik im Allgemeinen und im Speziellen für die von Gustav Mahler das Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft verliehen. Fournier-Facio entwickelt auch Multimedia-Vorlesungen über Mahler, die in Italien und auch im Ausland großen Anklang finden. Im heurigen Festival steht Mahlers Begegnung mit dem Vater der Psychoanalyse, Sigmund Freud, im Mittelpunkt einer Präsentation, die Bilder und Musik in einem Gesamtkunstwerk vereint.

13. JUNI

Karin Adam

Die österreichische, international erfolgreiche Geigerin wurde in Wien geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung bei Franz Samohyl. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie bereits im Alter von acht Jahren in Wien.

Karin Adam konzertierte mit zahlreichen renommierten Orchestern, unter anderem den Wiener Symphonikern, dem Wiener Kammerorchester, City of Birmingham Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra Liverpool, Royal Scottish Orchestra, Staatskapelle Berlin, Tivolis Symfonieorkester Kopenhagen, Tokyo Symphony und Tokyo Metropolitan Orchestra, Händel Festival Orchestra Washington, Orchestre Symphonique de la R.T.B.F. Bruxelles, RTL Orchester Luxemburg, Basler Sinfonie-Orchester, und vielen mehr.

Sie gastierte bei verschiedenen bekannten Musikfestivals, wie etwa den Bregenzer Festspielen, den Wiener Festwochen und den BBC Proms in London.

Seit 1986 musiziert sie im Duo mit ihrer Schwester, der Pianistin Doris Adam. Gemeinsam mit dieser gestaltet sie einen eigenen Konzertzyklus in der „Kulturszene Kottingbrunn“. Die Zusammenarbeit mit lebenden Komponisten (wie z.B. Richard Dünser oder Ivan Eröd) bildet einen wichtigen Schwerpunkt in ihrer Konzerttätigkeit, und sinngemäß ist zeitgenössische Musik fixer Bestandteil ihres Repertoires.


Maximilian Dobrovich

1963 in Wiener Neustadt / Niederösterreich geboren, erhielt Maximilian Dobrovich seinen ersten Violinunterricht mit 8 Jahren; er besuchte danach das Joseph-Haydn-Konservatorium in Eisenstadt und studierte ab 1980 in der Meisterklasse von Franz Samohyl an der Wiener Musikuniversität. Seit 1985 ist er Mitglied der Wiener Symphoniker als Primgeiger.

 


Roman Bernhart

In Euratsfeld (Niederösterreich) geboren, besuchte Roman Bernhart das Linzer Musikgymnasium. Er studierte Instrumentalpädagogik sowie Violine und Viola bei Franz Wall an der Linzer Brucknerkonservatorium Privatuniversität, ehe er nach Wien zu Siegfried Führlinger an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien wechselte.

In Oberösterreich schloss er sich dem „Ensemble actuell“ unter Franz Welser-Möst an und unterrichtete an der Musikschule Wels. 1992 war er Mitgründer des Eos-Quartetts, mit dem er seitdem in Österreich und im Ausland erfolgreich konzertiert. 1993 wurde er als Mitglied der Bratschen-Gruppe bei den Wiener Symphonikern engagiert, seit 1994 ist er stellvertretender Solobratscher.


Andreas Pokorny

Der gebürtige Wiener erhielt seinen ersten Musikunterricht im Elternhaus und absolvierte das Musikgymnasium seiner Heimatstadt. Er studierte Klavier bei Margarethe Adam am Konservatorium und Violoncello bei Wolfgang Herzer an der Musikuniversität in Wien, außerdem Philosophie und Theologie in Wien und Jerusalem. Seit 1978 ist er Mitglied der Wiener Symphoniker und hat sich dort auch stets intensiv mit Kammermusik beschäftigt -so zum Beispiel bei den AchtCellisten und dem Barockensemble der Wiener Symphoniker. 1992 gründete er das Eos-Quartett, mit dem er seither einen eigenen Zyklus im Wiener Konzerthaus bestreitet. Seit 2009 wirkt er zudem als Solocellist des Wiener Johann-Strauß-Orchesters.


Doris Adam

Die bekannte Pianistin wurde in Wien geboren und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren bei Renate Kramer-Preisenhammer; danach studierte sie bei Heinz Medjimorec an der Hochschule für Musik in Wien. Ihr erstes öffentliches Auftreten mit Orchester erfolgte im Alter von acht Jahren in Wien.

Ihre international erfolgreiche Konzertkarriere führte sie in viele wichtige Musikzentren, wie London, New York, Tokio. Sie konzertierte mit zahlreichen renommierten Orchester, wie dem Symphonieorchester Basel, dem Philharmonischen Orchester Flandern, dem Kammerorchester Lausanne, den Stuttgarter Philharmonikern, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra Liverpool, und arbeitete mit Dirigenten, wie Alfred Eschwé, Vladimir Fedosejev, Manfred Honeck, Carlos Kalmar, Walter Weller, etc. Doris Adam gastiert bei verschiedenen nationalen und internationalen Musikfestivals wie den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen, und vielen mehr.


14. JUNI

Wiener Concert-Verein

Der WCV ist ein Kammerorchester von internationalem Format, das den ursprünglichen Namen der Wiener Symphoniker trägt und 1987 von jungen Mitgliedern dieses weltberühmten Orchesters gegründet wurde.

Seit 25 Jahren engagiert sich der Wiener Concert-Verein sehr intensiv für einen Brückenschlag zwischen der klassischen Musik im herkömmlichen Sinn und der zeitgenössischen Musik. Der Wiener Concert-Verein versteht sich als Botschafter und Mittler zwischen musikalischen Horizonten, die keine Gegensätze, sondern wertvolle Ergänzung und Tradition im besten Sinn darstellen.

Dabei trägt er österreichische Kultur sehr erfolgreich weit über die Landesgrenzen hinaus. Bestätigt wird dies durch Konzertreisen bis Asien und Nordamerika, sowie durch das Konzertieren an bedeutenden Musikstätten Europas, wie beispielsweise der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, dem Concertgebouw Amsterdam, der Lisinski Hall, den Bregenzer Festspielen, dem Menuhin Festival in Gstaad, dem Dubrovnik Festival, dem Mozart Festival Würzburg, den Oldenburger Promenade Konzerten, dem Mozart Festival Augsburg, den Festspielen Europäische Wochen Passau, den Haydn Festspielen Eisenstadt, den Wiener Festwochen und dem Moskauer Konservatorium. Zudem unterhält das Orchester in seiner Heimatstadt seit 1993 seinen eigenen Konzert-Zyklus für die Gesellschaft der Musikfreunde im Musikverein.

Die MusikerInnen des Wiener Concert-Vereins leben den Wiener Streicherklang und haben sich gleichzeitig eine Aufführungspraxis für  zeitgenössische Musik und für Kompositionen des 21. Jahrhunderts erworben. Durch ihren äußerst qualifizierten Einsatz auf höchstem musikalischem Niveau wecken sie Interesse, Verständnis und Begeisterung beim Publikum, welches sich somit - neben den gewohnten Hörbildern - vorurteilsfrei mit den vielfältigen Tonsprachen der Komponisten unserer Zeit auseinander setzen und vertraut machen kann.