| Mahler und der Genius loci |
| Auszüge aus der Eröffnungsrede zu "Wörthersee-Classics", von Alois Brandstetter: "Von der Leichtigkeit und der Schwermut der Musik". |
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KLAGENFURT. In seinem bemerkenswerten Essay zur Eröffnung des Festivals "Wörthersee Classics" dachte Univ.-Prof.Alois Brandstetter über Kärntner Befindlichkeiten nach: "...Fragen kann man sich und soll man sich vielleicht auch, was Mahler wohl zu Kärnten sagen würde, was er zu uns sagen würde. Er hätte uns sicher viel zu sagen, und nicht nur Laudatives. Einmal spricht er auch von, auf den Straßen nicht genug Randal, und es liest sich, als hätte er ein so genanntes GTI-Treffen erlebt und erlitten..." "...Man spricht oft vom, "Genius loci". Damit war aber ursprünglich nicht der überragende Künstler gemeint, der jenen "locus" durch seine Anwesenheit ausgezeichnet hat, sondern ein Schutzgeist, ein Genius, der über eine Ortschaft gewacht hat, dass sich dieser Ort seine Aura, seine geistige Atmosphäre bewarhrt... Es muss auch im Falle des Wörther Sees und Mahlers mehr gewesen sein und eine tiefere Bewandtnis um diesen genius gehabt haben, als nur der warmw See, in dem man "spazieren schwimmen kann", wie es Musil genannt und Mahler ausgiebig getan hat." "...Die Wörthersee-Landschaft ist keine heroische Landschaft. Sie entspricht eher dem, was die antike Poetik den "locus amoenus" genennt hat (Lieblischer Ort, Anm.). Manchmal ist es einem freilich, wie ebrn um den Christi-Himmelfahrt-Tag zur Zeit des GTI-Treffens, oder auch bei anderen so genennten "Events", als möchte sie der Tourismus zum, "locus horridus" (Schrecklicher Ort, Anm.) machen. Lacus horridus!..." KTZ, Mittwoch, 23, Juni 2004 |
| Alban Berg aphoristisch |
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Der vierte Tag des Festivals Wörthersee Classics brachte Kammermusik mit dem "Gustav -Mahler - Ensemble": Interessant - Gegensätzliches um den "Tagesregenten" Alban Berg sowie Schubert.
KTZ, Mittwoch, 20. Juni 2004 |